Kurzskimethode
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1967 hat der damalige Gründer und Leiter der Skischule Nordbayern die Methode mit ansteigenden Skilängen erfunden. Bis heute wurden in der Skischule Nordbayern mit ihren Kursplätzen in den wichtigsten Wintersportorten des Fichtelgebirges, Frankenwaldes, Steinwaldes und Oberpfälzerwaldes sowie in der Schweiz, St. Moritz, mehr als 30 000 Anfänger zu parallelschwingenden Skifahrern.
Die Methode wurde seitdem Jahr für Jahr verbessert und den neuen Gegebenheiten (Ausrüstung, Pistenpräparierung, Maschinenschnee ) angepaßt. Heute scheint sie perfekt. Das Gewöhnen ans Gleiten und Skidrehen lernt der Anfänger mit 65 cm langem Ski. Die Ganzheitsmethode mit ihren lernzielbezogenen Übungsformen ermöglicht bereits in diesem frühen Stadium das Erlernen des parallelen Schwingens. Mit steigender Gleiterfahrung und dem beherrschen bestimmter Bewegungsformen steigert sich die Skilänge auf 100 cm, 130 cm und 150 cm. Anschließend kann man Skifahren und steigt irgend wann auf 160 cm und mehr um.
Die Methode funktioniert derart verblüffend, daß die Skischule Nordbayern seinen Skischülern eine Erfolgsgarantie gewährt : wer nicht innerhalb einer Woche parallelschwingend den Berg bewältigt, erhält so viele Kurstage kostenlos dazu, bis er die Technik beherrscht. Der Lehrweg mit dem kurzen Ski verlangt vom Schüler weniger Kraftaufwand, Konditions- und Konzentrationsverlust und birgt somit weniger Verletzungsrisiko.
Auf dieser Basis wurde 1984 die Miniskimethode um die „Schontechnik“ erweitert. Die Technik besteht darin, daß beim Schwingen der Oberkörper leicht rotiert - was bis her verpönt war - und sich diese Rotationsbewegung auf die Ski überträgt. Gleichzeitig wird eine offene Skistellung empfohlen, man muß also nicht mehr krampfhaft die Knie zusammenhalten, um parallel zu gleiten. Mit dieser Technik werden vor allem untrainierte 40er, sportliche 50er und trainierte 60er hin bis zu vitalen 70ern angesprochen. Außerdem ist es noch gut für Menschen mit Kreislaufproblemen sowie für Kniegeschädigte und all jene, die aus orthopädischen Gründen gehandikapt sind. Bei dieser Schontechnik oder auch K.U.R.-Programm ( streßfrei und empfindsam Skifahren ) genannt, werden die äußeren Kräfte wie Fliehkraft, Zentrifugalkraft und Körpergewicht so gesteuert, daß die inneren Kräfte, Zentripetalkraft reduziert werden. Erreicht wird dies durch die Rotation, aufrechte Haltung, beidbeiniges Fahren und weniger Umsteigen. Nach der Devise : Das Skelett trägt - nicht der Muskel.
Aber auch die Jüngsten profitieren von der revolutionären Miniskimethode. Kinder ab ca. 3-4 Jahren sollten sich ans Gleiten gewöhnt haben, bevor Ihnen das Gefühl der Angst bewußt wird, bevor die „Vorsicht das Probieren“ ablöst. Für den Ski-Start der Jüngsten steht ein speziell auf den Basis des Erwachsenen-Lernski entwickelter Bambino-Ski und geeignetes Skischuh-Material zur Verfügung. Ganz vorsichtig werden die Kinder ohne dirigistische Maßnahmen durch entsprechende Aufgabenstellungen und gezielte Spielformen ans Gleiten auf Ski gebracht.
Von den vielen Skischulen die nach der Veröffentlichung der Miniski-Methode 1967 den Boom mitmachten arbeitet weltweit nur noch die Skischule Nordbayern nach diesem Prinzip. Zu großer organisatorischer Aufwand und zu hohe Investitionen in das erforderliche Ski- und Schuhmaterial waren die Auslöser wieder mit der althergebrachten Lehrmethode, zum Leidwesen der Skischüler zu arbeiten.

